NoRMAhl

15.10.2010 - 20:30
Stadt: 
Ingolstadt
Genaue Angabe: 
Paradox, Krumenauerstr. 38, 85049 Ingolstadt
Eintritt: 
VVK 10 €, AK 13 €
absatz: 

FILM: 20.30 Uhr
Konzert: ca. 22.00 Uhr

JoNG’R - Der Film zum 30-jährigen Jubiläum von NoRMAhl – Eine kurze Geschichte des Punk

Der Film zum 30-jährigen Bestehen der Band NoRMAhl erzählt die Geschichte des Punk in einer beschaulichen, schwäbischen Kleinstadt der späten 70er Jahre. Es geht um Lebens¬¬gefühl, Langeweile, Liebe, Gewalt, Spaß und Exzess.

In einem alten Leutenbacher Haus prallen die Generationen aufeinander. Fred (Aaron Frederik Defant) und sein Vater (Lars Besa) haben sich nicht viel zu sagen. Im Herzen des Wohnzimmers steht das Sideboard mit der Stereoanlage. Die geliebte Platten¬sammlung reicht von Wim Thoelkes „Drei mal neun“ bis hin zu Elvis. Der Vater schwärmt für den King of Rock‘n Roll, während Fred sich seiner Religion - dem Punk - zuwendet.
Da darf auch der Chorkönig Gotthilf Fischer nicht fehlen, der sich nachts im Nachthemd aus dem Fenster lehnt, um für Ruhe zu sorgen.

Für ihren Jubiläumsfilm schlüpften die Bandmitglieder von NoRMAhl selbst in die Rollen ihrer spießigen Väter, deren Lebensinhalt sich zwischen Arbeitsalltag und abendlichem Suff im dörflichen Wirtshaus abspielt. Eine Heimatgeschichte von zwei Generationen sympathischer Loser - in einer wahrhaft wilden Zeit....

Die Band NoRMAhL:

Musik aus Trotz geboren
1978 - Im Karls-Gymnasium in Stuttgart überschreiten drei 13- bis 14-jährige
erstmals öffentlich die Grenzen des damals gängigen musikalischen Anstands. Ohne Grundausbildung, aber mit der Fähigkeit, Wut und Frustration in Worte und Töne zu transformieren, missionieren NoRMAhl die ersten 40 Schüler für „ihre“ Religion: Punk.
Der Wirbel um die Sex Pistols in England war erst ein Jahr her.

Die Anfangsjahre
1980 nahmen NoRMAhl die erste Schallplatte auf. Sie spielten in Frankfurt und Berlin:
dort standen sie in einem Plattenladen in den „Verkaufs-Charts“ auf Platz drei.
Sie suchten für ihre Musik nach alternativen Vertriebswegen jenseits der Mechanismen der Musik-Industrie, tauschten ihre Scheiben mit denen von anderen Bands.
Die nächsten von insgesamt 12 LPs erschienen bei einer kleinen Firma – und dann landeten NoRMAhl bei BMG Ariola.

Erfolg und Überdruss
In den 90gern tourten sie durch die Schweiz, die Tschechoslowakei, Österreich, Südtirol, irgendwann „hat man keine Unterhose mehr “ und ist „ein bisschen verroht“. Es war „wie in einer Ehe – du bist 30, 40 Tage unterwegs, du hockst dauernd aufeinander“ und teilst den immergleichen Alltag aus Bühne, Hotel, Party, Busfahrt, Bühne, Hotel...
Irgendwann hatten sie einander rechtschaffen satt und trennten sich 1996 nach 18 gemeinsamen Jahren.

Die Rückkehr des Punks
2002 setzten sie sich wieder an einen Tisch: Sie mussten Zweitverwertungsrechte alter Songs besprechen. Die Atmosphäre war gespannt. Die ersten Worte kamen tröpfelnd. Besa servierte Bier. Nach der ersten Kiste waren sie sich einig, dass man wieder was miteinander machen muss. Am Ende stand die Wiedervereinigung, ein Album „IN RI 21“, – eine Tournee mit nie erwarteten, randvollen Konzert-Sälen.

 

normahl.jpg
Diese Benutzer sind dabei: