CROWBAR + Redrum Inc.

29.06.2010 - 20:30
Ort
Stadt: 
Ingolstadt
Genaue Angabe: 
Cafe Paradox, Krumenauerstrasse 3
Karten-Vorverkauf
VVK-Hotline: 
0841 / 370 490 6
Sonstiges
Eintritt: 
VVK 13 € / AK 16 €
Absatz
absatz: 

Aus den Sümpfen von New Orleans erhebt sich Ende der 80er ein Monster mit
dem Namen Crowbar. Noch unter dem Namen The Slugs zeigen Sänger/Gitarrist
Kirk Windstein, Klampfer Kevin Noonan, Basser Todd "Sexy T" Strange und
Drummer Jimmy Bower (Down, auch Gitarrist bei Eyehategod) ihr Angesicht und
würden damit beinahe wieder in den Sumpf getrieben, wenn der Sound nicht
wirklich einzigartig wäre. Mit einer Mischung aus extrem harten Gitarren,
Doom-Klängen der Marke Candlemass oder Black Sabbath und dem markanten
Gesang von Kirk, machen sie sich schnell einen Namen und definieren den
Sound namens Sludgecore. weiterlesen

Nachdem sich Jimmy eine Zeit lang aus New Orleans verkrümelt, steigt Craig
Nunemacher (inzwischen bei Black Label Society) bei Crowbar ein, das Debüt
"Obedience Thru' Suffering" erscheint '92 via Pavement Music. Auch Kevin
hält es nicht lange bei der Band, seinen Platz nimmt Matt Thomas ein. In
dieser Besetzung veröffentlichen sie ihr sogenanntes "echtes erstes Album"
mit dem schlichten Titel "Crowbar", für dessen Produktion Kirks Kumpel Phil
Anselmo (Ex-Pantera, Superjoint Ritual, Down) verantwortlich zeichnet.

Das Album etabliert die Band auch international und zeigt erneut ihre
Ausnahmestellung auf. Crowbar wuchten ihre mehreren hundert Kilo
mittlerweile auch Übersee auf die Bühnen. Zeugnis davon gibt "Live + 1", das
wie der Name schon sagt, ein paar Live-Tracks und einen neuen Studiosong
enthält.

"Time Heals Nothing" nennt sich '95 der nächste Longplayer und könnte nicht
passender betitelt sein. Wo Crowbar hintreten, wächst kein Gras mehr, und
das liegt nicht nur am fülligen Körpergewicht. Das Quartett präsentiert sich
eine Spur melodischer als auf den vorhergegangenen Alben, praktiziert ihren
extremen Doom aber immer noch par excellence. Davon können sich die Fans
auch ausgiebig live überzeugen, denn im Laufe ihrer ausgedehnten Touren
durch Nordamerika und Europa teilt sich die Band die Bühne mit Acts wie
Pantera, Black Label Society, Paradise Lost oder Napalm Death.

Im selben Jahr nehmen Sexy T und Kirk zusammen mit ihren Kumpels Phil
Anselmo, Pepper Keenan (Corrosion Of Conformity) und Jimmy Bower das
Debütalbum von Down namens "Nola" auf. Sowohl Craig als auch Matt scheiden
vor den Aufnahmen zu "Broken Glass" bei Crowbar aus, ihre Plätze nehmen der
ehemalige Acid Bath-Gitarrist Sammy Pierre Duet und Jimmy Bower ein.
Vielleicht liegt es an dein beiden, dass auf der neuen Scheibe durchaus auch
ein paar schnellere Sachen an Gewicht gewinnen. Von einem Bruch mit der
musikalischen Vergangenheit kann jedoch keine Rede sein.

Noch eine Spur melodischer zeigt sich das '98er Album "Odd Fellows Rest",
das die Band auch erstmals selbst produziert. Sehr experimentell wirkt vor
allem Titeltrack, der sogar mit orientalischen Klängen aufwartet. Da nach
dieser Veröffentlichung Eyehategod so langsam wieder ins Rollen kommen, legt
Jimmy seine Stöcke für Crowbar beiseite, um sich wieder die Gitarre
umzuschnallen. Auf den Drumhocker steigt ein Kerl namens Sid Montz.

Er darf auf "Equilibrium" zwar seinen Einstand geben, jedoch ist sein
Gastspiel von kurzer Dauer. Auch der zurückkehrende Craig Nunemacher bleibt
nicht lange, und so hört der neue Drummer bei den Jungs aus New Orleans auf
den Namen Tony Costanza. Als im selben Jahr auch noch Basser Sexy T seinen
Hut nimmt, steht Kirk mit dem Erbe von Crowbar ziemlich alleine. Da verkommt
die Veröffentlichung der Best Of "Sludge" schon beinahe zur
Nebensächlichkeit.

"Sonic Excess In It's Purest Form" ist also so etwas wie ein Neubeginn für
Crowbar. Das Langholz zupft inzwischen Jeff "Okie" Okoneski, jedoch ist
damit ein für alle mal klar, dass für den Sound von Crowbar eigentlich
einzig und allein Kirk Windstein verantwortlich ist. Es hat den Anschein,
dass Kirk mit dem Album ein wenig auf Nummer Sicher gehen will, denn obwohl
die Songs gewohnt stark sind, fehlt beinahe sämtliche
Experimentierfreudigkeit.

Es kommt, wie es kommen muss, dank des ausbleibenden Erfolgs trägt Kirk die
Band zu Grabe. In der folgenden Zeit konzentriert er sich voll auf die
Produktion des zweiten Down-Albums "Down II". Doch Anfang 2003 bekommt der
Mann einen Anruf von seinem alten Kollegen Craig, der bei Black Label
Society gerade eine Pause hat, und bald arbeiten die beiden zusammen an
neuen Songs. Als sich dann auch noch der ehemalige Pantera-Basser Rex Brown
meldet, um das Album zu produzieren und die Bassspuren einzuspielen, kommen
Crowbar so langsam aber sicher wieder in die Gänge.

Das Album soll eigentlich Anfang 2004 erscheinen, doch wie so oft kommen zu
viele Dinge dazwischen und es findet sich nicht das richtige Label. Dennoch
geht Kirk zusammen mit dem ehemaligen Black Label Society Basser Steve Gibb
als zweiten Gitarristen, Drummer Tommy Buckley (Soilent Green) und Basser
Patrick Bruders im Sommer 2004 auf Tour durch Holland und Deutschland.

Candlelight Music erhalten schließlich den Zuschlag: "Life's Blood For The
Downtrodden" steht für das Frühjahr 2005 auf dem Plan. Als Jamey Jasta davon
Wind bekommt, lädt er Crowbar direkt zu den Europadates seiner eigenen Band
Hatebreed ein, die im März des kommenden Jahres stattfinden sollen. Zuvor
kommen die USA wohl noch in den Genuss einer Tour mit Entombed.

Musiktechnisch gibt es zwar danach erst mal nichts neues, dafür erscheint
2007 die erste Live-DVD "Live With Full Force" (laut.de).

 

http://www.crowbarmusic.com

http://www.myspace.com/redruminc

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